Was ich alles in meinem neuen Zuhause erlebe

Ich bin ein sehr reinlicher Zwergschnauzer, der nicht nur stubenrein ist, sondern auch nach Möglichkeit gartenrein. Das heißt, dass ich gar nicht gerne mein Geschäft im Garten erledige, sondern möglichst immer spazierengehen möchte. Mein Frauchen ist jedoch nicht mehr so gut in Kondition, so dass die Spaziergänge nach meiner Meinung viel zu selten stattfinden und schon gar nicht bei Tag und Nacht im Wald. Wir gehen jedoch trotzdem öfter im Wald spazieren. Dort zeige ich dann wie oft wir einen anderen Weg gehen können, der uns weiter weg vom Auto bringt. Ich möchte doch zu gerne mal wieder eine ganze Nacht durch den Wald gehen, so wie am Ende mit meinem früheren Herrchen, von dem ich dann leider getrennt wurde.

Eico und Frauchen im Wald Eico und Frauchen im Wald

Ich gehe gern mit Frauchen spazieren, im Sommer, wenn es warm ist, und auch
in der kalten Jahreszeit. Manchmal zeigt sie mir einen neuen Weg,
den ich noch nicht kenne, aber oft gehen wir dort, wo wir schon mal waren.

 

Wenn wir einen schönen Baumstamm am Wegrand finden, darf ich darauf herumturnen, sitz und platz für Leckerchen machen, mich umdrehen und zurückgehen und dann herunterspringen. Für alles gibt es Leckerchen, die ich natürlich gerne annehme. Einmal fanden wir am Wegrand hinter einem stabilen Tor ganz unheimliche große Tiere. Ich habe natürlich viel Abstand gehalten. Man weiß ja nie, vielleicht greifen die uns gleich an und wir müssen ganz schnell wegrennen. Meine Menschen meinten, es seien Büffel, die vermutlich auf ihren Bauer mit Futter warten. Zum Glück sind die alle brav stehengeblieben. Vermutlich waren sie nur enttäuscht, weil wir es nur waren und hatten kein Futter für sie dabei. Meine Leckerchen, die noch übrig waren, hat mein Frauchen zum Glück für mich aufgehoben.

Eico läuft auf einem Baumstamm Eico klettert auf einen Baumstamm

Baumstämme mag ich. Ich kann darauf ein Stück laufen,
aber erst muss ich auf den Stamm klettern.

 

Sonst gehen wir die Straßen in unserer Wohngegend entlang oder an dem naheliegenden Havelkanal. Am Havelkanal riecht es fast wie im Wald, nur nicht ganz so gut. In den Straßen ist es da langweiliger. Manchmal treffen wir ja andere Menschen mit oder ohne Hund. Ohne Hund ist mir lieber, denn ich kenne mich besser mit Menschen aus als mit Hunden, die ja nicht immer gut gelaunt sind. Am meisten knurren und bellen die, wenn sie hinter einem Zaun sind, dann gebe ich ihnen aber auch gerne Kontra. Manchmal fällt mir jedoch ein, das ich mit ruhigem Verhalten Frauchen dazu bringen kann, mir ein Leckerchen zu geben. Dann bin ich ganz ruhig und gehe einfach weiter als ob da nichts wäre. Schon bekomme ich was tolles zu essen.

Eico bekommt ein Leckerchen Eico springt vom Baumstamm herunter

Wenn ich eine Weile auf dem Stamm herumgeklettert bin,
bekomme ich ein Leckerchen, oder auch zwei,
und dann springe ich wieder herunter.

 

Leider werde ich bald elf Jahre alt und die Kräfte lassen stark nach. Manchmal fühle ich mich gar nicht mehr so gut und möchte nicht mehr so weit laufen, wie bisher. Mein Essen schmeckt mir auch nicht mehr so richtig, deshalb esse ich immer weniger und nehme rapide an Gewicht ab. Herrchen und Frauchen fahren mit mir deshalb zu unserer Tierarztpraxis. Dort werde ich gewogen und dabei stellte sich heraus, das ich in den letzten Tagen 1 kg abgenommen habe. Das ist für so einen kleinen Hund wie mich unheimlich viel. Ich werde untersucht und dabei kam die Verdachtdiagnose Lymphdrüsenkrebs, was sich leider bei der Blutuntersuchung bestätigte. Es wurden noch Gewebeproben an die Pathologie geschickt. Meine Menschen wollten mich dann bestmöglich behandeln lassen. Aber dazu kam es nicht mehr, denn nach 4 Tagen bin ich nachts für immer eingeschlafen. Die endgültige Bestätigung von der Pathologie kam erst Tage später, die alles ganz bestimmt bestätigte.

Eico redet mit Herrchen Büffel

Herrchen fragt mich, ob er mir was zeigen soll, was ich noch nicht kenne.
Na klar, da bin ich dabei. Dann sind wir zu den seltsamen Riesentieren gegangen, es waren Büffel.

 

Wir alle hoffen, das uns viel Leid erspart geblieben ist, weil alles so schnell zu Ende ging.

 

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